9 Tipps für suchmaschinenoptimierte Texte

Suchoptimierung – für die einen Routine, für die anderen ein Graus. Wenn du mit deinen Texten bei Google & Co. möglichst weit oben ranken willst, solltest du zumindest ein bisschen SEO betreiben. Da dazu aber super viel gehört und die Regeln der Suchmaschinenalgorithmen sich ständig ändern, fang erstmal mit kleinen Kniffen an.

Was ist SEO?

SEO ist die Abkürzung des englischen Begriffs Search Engine Optimization, was auf Deutsch Suchmaschinenoptimierung bedeutet. Eine Suchmaschine ist z.B. Google, Bing, Yahoo, Ecosia (aber auch YouTube, Amazon und Pinterest).

Suchmaschinenanbieter wollen ihren Nutzer*innen immer möglichst relevante Suchergebnisse ausspielen. Was als relevant eingestuft wird, hängt von vielen Faktoren ab: Wie sicher die Seite ist, wie vertrauensvoll die Inhalte sind, wie viele andere Menschen die Seite bereits angeklickt haben, etc. Unter anderem kannst du die Bewertung des Algorithmus durch Feinheiten in deinen Texten verbessern und damit wahrscheinlicher auf Seite 1 landen. Dafür brauchst du nicht einmal besondere technische Fähigkeiten.

Warum brauche ich SEO?

Menschen wollen schnell Informationen haben. Wenn sie nach etwas suchen, schauen sie sich meistens nur die ersten Ergebnisse an. Wenn du auf der ersten Seite landest, hast du schon ganz gute Chancen. Die Menge an Leuten, die Suchergebnis 5 anklicken ist aber im Vergleich zu denen, die Suchergebnis 1 anklicken, bereits radikal geringer. Und: Die obersten 3 Plätze bei Google sind immer für Anzeigen reserviert.

Wenn du also möchtest, dass viele Leute deine Texte lesen, solltest du versuchen, auf der ersten Seite zu landen. Dafür musst du den Algorithmus davon überzeugen, dass dein Text relevant ist und Mehrwert liefert. Wie das geht? Mit SEO!

Jetzt zu meinen 9 Tipps für suchmaschinenoptimierte Texte – damit du besser gefunden wirst.

Tipp 1: Keyword-Recherche

Bei SEO geht nichts ohne Keywords. Das sind die Begriffe, die du bei Google & Co. eingibst, wenn du nach etwas suchst. Überleg dir also, wonach die Personen suchen würden, die auf deinen Text stoßen sollen. Am besten benutzt du ein Tool, um das von dir gewählte Keyword zu prüfen. Im Internet findest du jede Menge kostenpflichtiger und kostenfreier Optionen. Ich nutze gerne Sistrix.

Ein Tool zur Keyword-Recherche wird dir in der Regel eine Menge Infos ausspucken. Du brauchst davon erstmal nur zwei:

  • Wettbewerb
  • Suchvolumen


Der Wert für den Wettbewerb sagt dir, wie hoch die Konkurrenz für das Keyword ist. Je höher die Konkurrenz, desto schwieriger ist es, ein sehr gutes Ranking zu erzielen. Das Suchvolumen sagt dir, wie oft nach dem Begriff pro Monat gesucht wird. Daraus kannst du ableiten, wie viel Traffic du bekommen könntest. Das ist vor allem dann relevant, wenn du etwas verkaufen willst.

Im Idealfall hat das von dir gewählte Keyword keinen allzu starken Wettbewerb, aber dafür ein gutes Suchvolumen. Das ist aber ehrlich gesagt unrealistisch. Du könntest nach einem ähnlichen Keyword suchen, das einen niedrigeren Wettbewerb hat. Danach wird wahrscheinlich auch weniger gesucht, aber dafür hast du bessere Chancen, dass dein Text gesehen wird.

Wenn dein Keyword steht, konzipierst du deinen Text so, dass es häufig darin auftaucht. Mehr dazu in Tipp 4.

Tipp 2: W-Fragen-Recherche

Viele Menschen benutzen das Internet, um sich Wissen anzueignen. Das tun sie immer häufiger, indem sie ganze Fragen eingeben. Der Trend steigt sogar, weil die Nutzung von Sprachassistenten zunimmt. Was solltest du also tun? Du solltest relevante Fragen in deinen Text aufnehmen und sie darin beantworten.

Ich benutze für die Recherche am liebsten hypersuggest. Das Tool kannst du auch kostenlos nutzen. Dann werden dir nur die 10 häufigsten Fragen zu deinem Keyword angezeigt. Du kannst aber einschränken, nach welchem W-Wort gesucht werden soll und damit einegrößere Menge an Ergebnissen erzielen. Wenn du beim Entfernen und neu hinzufügen von W-Fragewörtern durcheinanderkommst, sing dir im Kopf das Lied „Wer wie was?“ aus der Sesamstraße vor. Bei mir klappt das hervorragend. Und falls du jetzt einen Ohrwurm hast – gern geschehen.

Such dir so viele relevante W-Fragen aus, wie dir sinnvoll erscheint und integriere sie in deinen Text. Du musst sie übrigens nicht unbedingt wortwörtlich ausschreiben. Der Algorithmus erkennt auch so, dass dein Text eine Frage beantwortet.

Tipp 3: Textlänge

Wie lang ist ein suchmaschinenoptimierter Text? Ganz ehrlich: Das kommt darauf an. Wenn es nach irgendwelchen Ratgebern geht, mindestens 2.000 Wörter. Google und andere Suchmaschinenbetreiber haben das aber nie bestätigt.

Meine Erfahrung: Achte darauf, dass der Text informativ ist und sich gut lesen lässt und baue viele relevante Informationen ein. Wenn dein Text anfängt, dich selbst zu langweilen oder dir nichts mehr einfällt, hör einfach auf zu schreiben. Du hast nichts davon, wenn tausende Leute deine Seite besuchen, aber den Text dann nicht zu Ende lesen.

Ein bisschen was muss der Text aber schon hergeben. Ein sehr beliebtes Tool zur SEO-Analyse namens seobility (kostenpflichtig) wirft dir eine Warnung aus, wenn eine Seite weniger als 400 Wörter hat.

Tipp 4: Dichte des Keywords

Wie oft sollte dein Keyword in deinem Text vorkommen? So oft wie es sinnvoll ist. Es sollte eins der am häufigsten in deinem Text vorkommenden Wörter sein, aber nicht in jedem Satz auftauchen. Früher wollten die Algorithmen, dass ein Keyword möglichst oft auftaucht. Heutzutage ist dieses Keyword Stuffing eher kontraproduktiv.

Denk daran: Der Algorithmus will nutzer*innenfreundlich sein. Lies‘ deinen Text vor der Veröffentlichung nochmal durch. Wenn dir dein Keyword zu oft vorkommt, dann benutze eine Abwandlung oder ein Synonym – der Algorithmus ist schlau genug, das zu erkennen.

Tipp 5: Titel und Meta

Es gibt ein paar Bereiche in deinem Text, in dem dein Keyword auftauchen sollte:

  • Überschrift
  • Einleitung/ erster Absatz
  • Meta Title

Besonders der letzte Punkt ist vielen nicht bekannt: Den Meta Title und die Meta Description pflegst du in deinem CMS. Das ist das, was in der Suchergebnisliste auftaucht, wenn eine Suchmaschine deine Seite tatsächlich auswirft.

Damit dein Title und deine Description nicht zu kurz oder zu lang werden, kannst du sie im Sistrix SERP Snippet Generator kostenlos prüfen. Dir wird dann auch direkt gezeigt, wie das Suchergebnis bei Google & Co. aussehen wird.

Tipp 6: Struktur

Schreib auf keinen Fall einen endlos langen Fließtext herunter. Lockere deinen Text durch Zwischenüberschriften, Absätze, Bilder und Aufzählungen auf. Dann fühlen sich deine Leser*innen nicht so erschlagen. Der Algorithmus weiß das und prüft deinen Text deshalb dahingehend.

Tipp 7: Kannibalismus

Erinnerst du dich noch an das Thema Wettbewerb? Jede Seite, die auf dasselbe Keyword hin suchmaschinenoptimiert wird wie deine, steht im direkten Wettbewerb zu deiner Seite. Was passiert, wenn du zwei Seiten auf dasselbe Wort optimierst? Du bekämpfst dich selbst. Das nennt man in der Suchmaschinenoptimierung Keyword-Kannibalismus. Du stellst dir damit nicht nur selbst ein Bein: Der Algorithmus bemerkt das Problem und bewertet deine miteinander konkurrierenden Seiten gleichermaßen schlechter. Deshalb: Optimiere immer nur eine Seite auf ein Keyword!

Tipp 8: Unique Content

Ich glaube zwar nicht, dass das für dich überhaupt ein Thema gewesen wäre, aber ich gebe dir den Hinweis trotzdem: Schreibe immer einzigartige Texte. Kopiere sie nicht. Auch nicht von dir selbst. Lass auch niemanden deinen Text bei sich 1:1 so veröffentlichen wie bei dir. Google und andere Suchmaschinen können nicht bewerten, wer der Ur-Inhaber des Textes ist. Das Resultat: Jede Seite mit dem identischen Text wird schlechter eingestuft. Keine Sorgen musst du dir machen bei simplen Call-to-Actions oder einem kleinen Anreißer deines Textes. Wenn möglich, achte aber immer auf Varianz: Einen Satz umzustellen oder wenige Wörter zu verändern, reicht schon aus.

Tipp 9: Teilen

Teile deinen Text bzw. die Seite mit dem Text so viel du kannst: Bei LinkedIn, Instagram, Twitter, Pinterest, Facebook etc. Je mehr ausgehende Links es zu deinem Text gibt, desto relevanter ist dein Text. Deshalb hilft es dir auch, wenn deine Freundinnen oder Kundinnen den Link teilen. Achte aber auch hier auf Varianz: Wenn du deinen Link in mehreren sozialen Medien teilst, schreib nicht immer denselben kurzen Satz dazu, sondern denk dir für jedes Medium etwas anderes aus. Sinnvoll ist es außerdem, die Verlinkungen nicht alle zeitgleich, sondern leicht zeitverzögert zu teilen.

Das liest sich jetzt vielleicht erstmal als sei es super viel Extraarbeit, aber wenn du erstmal deine Tools kennst und eine Routine hast, brauchst du nur wenig länger, als wenn du einfach so drauf losschreiben würdest. Versuch es bei deinem nächsten Text doch einfach. Du hast nichts zu verlieren!

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